Dénesh Ghyczy

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Artist statement

In much of my work, solitary figures placed in undefined painterly spaces seem to have a readiness to let go and disperse into the immediate surrounding, loosening and becoming part at the same time. As paintings, these works investigate the boundaries of the body as a mass and an outline. The abstract background that is often composed with loose paint strokes, reminiscent of seismographical recordings, interacts with the figures, somewhat carrying or holding them. It is this in-between state of letting go until the arrival into the unknown that interests me. Dispersing and disappearing even, and having faith in oneself, stretched into eternity.

http://www.dghyczy.com/

Vergleicht man die kompositionellen Strukturen bei Dénesh Ghyczy, fällt sehr bald auf, dass er stets ein Innen mit einem Außen in Relation setzt und dies mehr bedeutet, als dieses Wechselverhältnis zwischen realen Welten. Vielmehr gewinnt der Betrachtende den Eindruck, dass seine „Interieurs“ einzig und allein auf ein „Exterieur“, auf das Draußen und damit auf die Welt jenseits der Wohnräume ausgerichtet ist. Bei ihm erscheint die Welt „jenseits“ des eigenen, scheinbar beengten Lebensbezirks immer ein wenig heller, vor allem freier und von Natur dominiert zu sein. Dieses Wechselverhältnis ist auch deshalb interessant, weil hier nicht mit realen Situationen umgegangen wird, sondern für den Betrachtenden deutlich wird, dass alles ein Konstrukt ist und dieses nicht auf eine äußere Schönheit ausgerichtet ist, sondern tiefer geht und eindringt in seelische Befindlichkeiten, die durch die Akteure in den Gemälden vermittelt werden. Dabei spielt insbesondere das Fenster als Symbol des Seelischen, aber auch als Öffnung zu etwas Größerem die Schlüsselrolle.

(Prof. Dr. Beate Reifenscheid, Ludwig Museum Koblenz, 2024)

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